Anforderungen an ein neues CMS

1. Webstandards

Die Qualität des Quellcodes richtet sich nach aktuell gültigen Standards. Dabei wird auf XHTML und CSS gesetzt. XHTML ist eine Weiterentwicklung von HTML und dank CSS kann man die optische Erscheinung vom reinen Inhalt trennen. Sobald HTML5 sinnvoll einsetzbar ist, wird auch damit gearbeitet. Das hat den Vorteil, dass die Webseite an sich nur den reinen Inhalt enthält. Suchmaschinen finden daher nur das, was sie eigentlich interessiert: den Inhalt – und das hoch optimiert.

2. Barrierefreiheit

Die Umsetzung führt zu barrierearmen und weitgehend „barrierefreien“ Webseiten. Zu berücksichtigen ist die Zugänglichkeit der Webseite (Accessibility-Standards des W3C), die Anforderungen der BITV soweit sinnvoll. Dadurch haben auch Menschen mit unterschiedlicher Wahrnehmung und technischer Ausstattung adäquaten Zugang zu Ihrer Webseite. Dies sind beispielsweise Besucher ohne Maus, ältere oder sehbehinderte Menschen. Vollständige Barrierefreiheit ist eine sehr hohe Hürde, die wir aufgrund des deutlich erhöhten Aufwandes meist nur bei gesetzlicher Verpflichtung (Bundesverwaltung) umsetzen. Ggfs. sind damit gewisse Einschränkungen beim Design verbunden.

3. SEO

Grundsätzlich sollte man berücksichtigen, worauf es Suchmaschinen wie Google ankommt und daher den Quellcode streng nach diesen Gesichtspunkten strukturieren. Die Optik ist davon unabhängig und richtet sich strikt nach dem grafischen Webdesign. So sollte z.B. auf individuelle Titel geachtet werden, saubere Meta-Beschreibungen, suchmaschinenoptimierte URLs, auf das Vermeiden doppelter Inhalte und das Sperren von unwichtigen oder geschützten Inhalten gegenüber Suchmaschien. Auch optimieren wir die Ladezeit Ihrer Webseite durch schlanken Aufbau, Komprimierung usw. – nicht erst seit die Ladezeit ein offizieller Rankingfaktor bei Google ist.

Suchmaschinen versuchen aus zwei grundlegenden Quellen die Relevanz und damit das Ranking einer Webseite zu errechnen. Ein wesentlicher Punkt sind die Inhalte Ihrer Webseite. Werden die Schlüsselbegriffe dort an bestimmten Stellen gefunden und passen Struktur wie Inhalt, stimmt die Grundlage.

4. Domain Navigation

Getrennte Navigationsbereiche machen ebenso Sinn, wie auch aktive Seiten besonders gekennzeichnet sein sollten. Eine automatisch aktualisierte Seitenübersicht sollte eigentlich auch selbstverständlich sein.

5. Kontaktformular

Formulare müssen für jeden Benutzer intuitiv bedienbar sein, auch wenn sie noch so komplex sind. Zudem ist ein effektiver Spamschutz gegen automatisiertes Ausfüllen Pflicht. Weiter sollten die Formulare stets konkrete Rückmeldung geben, ob diese erfolgreich versandt wurden oder wo konkret andernfalls der Fehler liegt.

6. Fehlerseiten

Anwender und deren Besucher können oft mit „Error 404“ wenig anfangen? Error 404 steht beispielsweise für „Seite nicht gefunden“. So sollten solche Browsermeldungen abgefangen werden und stattdessen dem Besucher eine aussagekräftige sowie hilfreiche Fehlerseite im Rahmen Ihrer Webseite angezeigt werden. (unsere 404-Fehlerseite) Zudem sollte erfasst werden, wieso der Besucher auf eine nicht mehr existierende Seite kam und der Fehler entsprechend behoben werden kann. Auch für andere mögliche Fehler wie „Zugriff verweigert“ sollte eine aussagekräftige sowie hilfreiche Fehlerseite parat liegen. Dass wäre nicht nur benutzerfreundlich, sondern eigentlich sogar Standard, oder?

7. Volltextsuche

Eine zumindest brauchbare Suchfunktion gehört zu jeder etwas umfangreicheren Webseite (oder sollte bei Kundenwunsch, je nach Seitenanzahl und Content-Umfang erweiterbar sein). Nicht jedes CMS kann dies, oder man setzt ein CMS ein, welches die Suche bereits beherrscht.

8. Favicon

Ein Favicon ist ein kleines Symbol, das die meisten Browser vor der Domain anzeigen und bei Lesezeichen/Favoriten der Erkennbarkeit dient. Dieses passende Favicon sollte dabei sein und so implementiert werden, dass die gängigen Browser es auch anzeigen.

9. Website Statistik/Google Analytic

Um die Webseiten ernsthaft und professionell nutzen zu können, muss man wissen, was auf der Webseite passiert. Woher kommen wie viele Besucher ud was machen diese, usw. Daher sollte z.B. mit Google Analytics passende und ggfs. unabhängige Webseitenstatistiksoftware (klasse Wort) implementiert werden.

10. Reduzierter Verwaltungsbereich

Wenn man sich zur Verwaltung der eigenen Webseite anmeldet, sollten nur die Funktionen und Möglichkeiten sichtbar sein, die der Anwender auch wirklich benötigt. Daher sollte die Verwaltungsebene (auch Backend genannt) entsprechend angepasst sein. Dies erleichtert die Pflege enorm, denn nur wenn einem die Pflege leicht fällt, nutzt man diese Möglichkeit auch.

11. Extra Funktionen

Newsbereich / Blogs, FAQs, Downloads, Web 2.0 ( Facebook, Twitter, Xing, …), Sliderfotos auf der Startseite durch entsprechendes Template/Theme; Dynamische Inhalte bzw. modulare Erweiterungen wie z.B. Video-Marketing auf der Startseite, sollten als Module zum Einsatz möglich sein.

12. Anwenderfreundlichkeit

Das CMS sollte selbst ohne Programmierkenntnisse vom Anwender zu pflegen sein!