Änderungen Widerrufsrecht für alle Onlineshops 2014

Aufgrund ständiger Änderungen beim Widerrufsrecht wurden in den letzten Jahren tausende Shopbetreiber abgemahnt. Nun steht erneut eine umfassende Neuregelung von Widerruf & Co. im BGB an. Alle Shopbetreiber müssen diese Änderungen bis Mitte 2014 umgesetzt haben.

Wiederrufsrecht ist nur ein Teil der zahlreichen Änderungen

Die Einführung der EU-Verbraucherrechterichtlinie ab dem 13.06.2014 wird zahlreiche Änderungen für Shopbetreiber und Dienstleister nach sich ziehen. Die Änderungen beim Widerrufsrecht sind nur ein kleiner Teil zahlreichen Neuregelungen. Daneben gelten für Online-Händler strengere Informationspflichten gegenüber den Kunden, es kommt zu Änderungen beim Umgang mit Retouren, den Rücksendekosten usw..

Die Einführung der neuen Regelungen zum Widerrufsrecht im BGB bringt für Händler und Shopbetreiber sowohl Vor- als auch Nachteile. Es wird aber mit einigen bislang schwer verständlichen Regelungen zum Vertragsschluss aufgeräumt, sodass das neue Widerrufsrecht insgesamt transparenter werden soll. Dies soll Online-Händlern helfen, den eigenen Shop rechtssicher zu gestalten und nicht Gefahr zu laufen, massenhaft abgemahnt zu werden. Dass dies dringend notwendig ist, zeigen Umfragen unter Shopbetreibern, die zeigen, dass jeder zweite Händler bereits mindestens einmal abgemahnt wurde. Dieser Abmahnungen basierten häufig auf Fehlern bei der Belehrung über das Widerrufs- und Rückgaberecht.

Konkrete Änderungen der Widerrufsbelehrung im Detail:

  • Verbraucher trägt grundsätzlich die Kosten der Rücksendung (keine 40 Euro Klausel)
  • Neue Muster-Widerrufsbelehrung
  • Widerrufsfrist für Beginn und Ende des Widerrufsrechts
  • Downloads sind vom Widerrufsrecht ausgeschlossen
  • Widerruf in Textform nicht mehr notwendig
  • Der Widerruf muss vom Kunden aber ausdrücklich erklärt werden
  • Es gibt kein Rückgaberecht mehr
  • Das neue Widerrufsrecht gilt einheitlich in ganz Europa
  • Es gibt ein zusätzliches „Muster Widerrufsformular“
  • Es gibt zahlreiche Ausnahmeregelungen
  • WICHTIG: Es gibt keine Übergangsfristen

*Quellenhinweis: e-recht24.de

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